Feuchtigkeit und Schimmel vermeiden

Korrekt lüften

Effektiver ist Stoßlüften von fünf bis fünfzehn Minuten, idealerweise mehrmals täglich. Noch besser funktioniert Querlüften, bei dem Fenster auf gegenüberliegenden Seiten gleichzeitig geöffnet werden. Dauerhaft gekippte Fenster hingegen sind kontraproduktiv – sie lassen Räume und Wände auskühlen, ohne für ausreichenden Luftaustausch zu sorgen.

  • unter 0° Grad Celsius: 5 Minuten lüften
  • 0° bis unter 10° Grad Celsius: 10 Minuten lüften
  • Mehr als 10° Grad Celsius: 15 Minuten lüften

Kondenswasser am Fenster

Sobald die Temperaturen sinken, bilden sich an vielen Fenstern kleine Wassertropfen. Was harmlos aussieht, kann schnell zum Problem werden: Schimmel droht. Mit den richtigen Maßnahmen lässt sich das verhindern – und außerdem Energie sparen.

Insbesondere im Winter kommt es oftmals zu Kondenswasser an Fenstern: Kleine Wassertropfen, die sich bevorzugt am unteren Rand der Verglasung sammeln. Woher stammt die Feuchtigkeit? Warme Raumluft speichert deutlich mehr Wasserdampf als kalte. Trifft diese feuchtwarme Luft auf eine durch Außentemperaturen heruntergekühlte Scheibe, gibt sie einen Teil des Wassers ab – es bildet sich Kondensat. Besonders der Randbereich von Fenstern gilt als Schwachstelle, weil hier die Temperaturen am niedrigsten sind. Aber auch Raumecken oder Wandflächen hinter Schränken können betroffen sein. 

Was zunächst nur lästig wirkt, birgt durchaus Risiken für Gesundheit und Bausubstanz. Wird das Kondenswasser ignoriert, drohen unangenehme Folgen: Schimmelpilze finden auf dauerhaft feuchten Oberflächen ideale Wachstumsbedingungen. Bereits bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 70 bis 80 Prozent steigt das Risiko für Pilzbefall deutlich an. Das Tückische daran: An Wänden macht sich die Feuchtigkeit oft erst spät bemerkbar, weil das Material einen Teil davon aufnimmt. An Fenstern hingegen zeigt sich sofort, wenn etwas nicht stimmt. Auch die Bausubstanz leidet unter anhaltender Nässe. Langfristig können hohe Renovierungskosten entstehen, wenn Feuchtigkeit und Pilze Materialien angreifen.

Mit einigen Handgriffen lässt sich das Problem in den Griff bekommen. Der wichtigste Schritt bei nassen Scheiben ist denkbar einfach: sofort abwischen. Ein weiches Tuch genügt, um die Feuchtigkeit von Glas und Rahmen zu entfernen. Anschließend sollte gelüftet werden. Es ist nicht möglich, das Kondenswasser allein durch Lüften zu beseitigen. Man entziehe damit nicht nur der Raumluft, sondern auch den Wänden Wärme. Das Wiederaufheizen koste unnötig Energie und Geld.